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Vorläufiger Insolvenzverwalter führt Metallbearbeitungsbetriebe
13.02.2012
Die Walter Zerspanung GmbH in Waldmohr wird in der Insolvenz fortgeführt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Robert Schiebe sucht gegenwärtig mit der Geschäftsführung Investoren für das Zerspanungswerk mit einer 10.000 m2 großen Halle sowie einem modernen Maschinenpark zum Drehen und Fräsen anspruchsvoller Bauteile. Mit zahlreichen Bearbeitungszentren sowie einem großen Bohrwerk können hier Teile mit bis zu einer Länge von 2,50 m gedreht und bis zu einer Länge von 18 m gefräst oder gebohrt werden.
Das Unternehmen fertigte beispielsweise Kernteile für den weltgrößten Gittermastkran CC 8800, der bis zu 3.200 t 154 m hoch hebt. Walter Zerspanung arbeitet für bekannte Hersteller von Baumaschinen, Getrieben von Windkraftanlagen, Motoren oder Schwermaschinen sowie für Stahlwerke.
Beim Amtsgericht Zweibrücken hatte die Walter Zerspanung GmbH, die vor 30 Jahren gegründet wurde und zeitweise bis zu 80 Mitarbeitern beschäftigte, Mitte Januar Insolvenz beantragt. Seither führe ich das moderne Zerspanungswerk fort. Von der Insolvenz sind rund 30 Mitarbeiter betroffen. Die Lohnansprüche, die seit mehreren Monaten rückständig waren, sind jedenfalls für drei Monate rückwirkend durch das Insolvenzgeld gesichert. Neben der Walter Zerspanung GmbH gibt es auch vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Besitzgesellschaft Metallko Walter KG, Bingen am Rhein, und der e:sea GmbH, ebenfalls Waldmohr, die im Bereich Präzisionsfertigung, Prototypen-Modellbau, Serienguss und Projektmanagement für Automobilzulieferer tätig ist. Diese Betriebe fertigen auf modernsten Maschinen hochwertige Bauteile für verschiedene Branchen und sind vor allem im mittleren Segment tätig. So wird unter anderem eine Multi-Tasking-Maschine von Mazak eingesetzt, die Bauteile bis zu einem Durchmesser von 2,50 m drehen, fräsen und schleifen kann.
Mit einem Bohrwerk von Schiess können zudem Bauteile bis zu einer Länge von 18 m, einer Höhe von 5 m sowie einem Gewicht von 26 t gefräst und gebohrt werden. Dank der verkehrsgünstigen Lage an der Autobahn A6 können große Bauteile gut angeliefert werden. Für Investoren bieten diese Betriebe deshalb gute Chancen", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Robert Schiebe.
Das Werk von Walter Zerspanung in Waldmohr umfasst eine Fläche von 32.000 m2. Angeboten wird Brennschneiden (autogen und Feinplasma), mechanische Bearbeitung auf CNC-Dreh- und Fräsmaschinen, die Entwicklung und Modellerstellung für Gussbauteile und Schweisskonstruktionen sowie Baugruppen einschließlich Zusammenbau und Vormontage. Das nach DIN ISO 9001 zertifizierte Unternehmen ist TÜV-umstempelberechtigt. Neben Stahl- und Eisenguss werden auch Sphäro-, Grau-, Aluminium- und Edelstahlguss sowie allgemeine Baustähle, Einsatz-, Vergütungs-, Wälzlager- und Feinkornbaustähle bearbeitet.
Walter Zerspanung GmbH, Waldmohr









