Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: News. Archiv.

Archiv

"Energie und Rohstoffe für morgen"

06.02.2012

"Die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise ist für die deutschen Unternehmen das Toprisiko für die Zukunft": So erläuterte Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gestern in Berlin die Motivation der IHK-Organisation, 2012 unter das Motto "Energie und Rohstoffe für morgen" zu stellen. Bei der Auftaktveranstaltung zum IHK-Jahresthema im Haus der Deutschen Wirtschaft diskutierten nach einer Ansprache von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler Fachleute aus Politik und Wirtschaft vor rd. 300 geladenen Gästen drängende Fragen rund um die Versorgungssicherheit.

"Deutschland ist kein rohstoffreiches Land", sagte DIHK-Präsident Driftmann in seiner Begrüßungsrede. Und die hierzulande verfügbaren Ressourcen könnten "nicht wirklich zeitnah und ausreichend zur Verfügung gestellt" werden. Für die Warenproduktion in Deutschland seien alljährlich Importe von Metallen und Industriemineralien im Wert von rd. 40 Mrd. erforderlich; und mit der steigenden globalen Rohstoffnachfrage wachse die Abhängigkeit von einzelnen Exportländern.


"Unsere Unternehmen sind deshalb gezwungen, andere Lieferquellen aufzutun" sagte Driftmann. Er betonte, es sei in erster Linie Aufgabe der Betriebe, ihren Rohstoffbedarf zu sichern. "Die Bundesregierung, aber auch die EU können und sollen jedoch flankierend helfen." Im Zusammenhang mit dem zweiten Thema, der Energieversorgung, mahnte Driftmann einen raschen Ausbau der Stromnetze und ein "professionelles, hocheffizientes und effektives Projektmanagement" an. "Wir können uns Stromunterbrechungen nicht leisten", so Driftmann. Er warnte zudem, dass eine Ausweitung des "Staatsanteils" am Strompreis letztlich zulasten der Verbraucher gehe und dass die deutsche Energiepolitik in den europäischen und internationalen Kontext eingebunden werden müsse.

"Unsere Veranstaltung heute stellt den Auftakt einer ganzen Reihe von Aktionen dar, die sich um das Thema 'Energie und Rohstoffe' und die oben aufgeworfenen Fragen drehen", sagte Driftmann. Er versprach: "In den Regionen, in Berlin und Brüssel, aber auch gemeinsam mit den Auslandshandelskammern in den Hauptstädten unserer wichtigsten Handelspartner werden wir Chancen ausloten für unsere Unternehmen und Handlungsbedarf ermitteln für Politik und Wirtschaft."

"Zu Ihren Aufgaben gehört es, für eine sichere Stromversorgung Deutschlands zu sorgen", sagte der DIHK-Präsident dann zu Philipp Rösler; und er überreichte dem Bundeswirtschaftsminister eine Übersicht über die vorhandenen und in Kürze realisierten Kraftwerkskapazitäten. Die auf dieser "Kraftwerkslandkarte" verzeichneten "sicheren Ersatzinvestitionen" reichten nicht aus, um die durch die Abschaltungen entstehende Lücke zu schließen, betonte Driftmann, und er appellierte an Rösler, "dafür zu sorgen, dass wir möglichst bald in diese Karte noch weitere sichere Ersatzinvestitionen eintragen können. Anderenfalls bekommen wir alle ein großes Problem."

Die Kraftwerkslandkarte steht hier zum Download bereit.

DIHK, Berlin

 
 

Mehr Informationen